6.Tag - 21.12.2010 • NP Cotopaxi - Latacunga - Quilotoa

ecua Kratersee Laguna Quilotoa

Auf der Fahrt

Auf der Fahrt

Früh morgens fahren wir los. Ziel ist die Laguna Quilota, einer der schönsten Bergseen Ecuadors. Der See liegt auf 3570 m, ist fast kreisrund und durch Mineralien am Grund des Sees, erscheint sein Wasser in einem smaragdgrün.

Die Fahrt ist sehr anstrengend. Ich sitze auf der letzten Bank und muss die Beine auf dem Radkasten hochstellen. Aus Zeitgründen lassen wir die Stadt Latacunga aus. Es regnet sowieso wieder in Strömen, sodass ein Stadtbesuch bei diesem Wetter auch nicht so toll sein kann. Wir taufen Ecuador in Aquador um, was bei unseren Ecuadorianern (Chary und Eddy) zu Lachsalven führt.

Kratersee Laguna Quilotoa

Kratersee Laguna Quilotoa

Am See angekommen hat sich das Wetter gebessert, es regnet nicht mehr und die Sonne kommt raus. Grüppchenweise machen wir uns auf den Weg zum See. Nach durchqueren einer schmalen Schlucht bekommt man den Blick auf den See. Beeindruckend mit seinem Dunkelgrün liegt er da. Die 350 m runter zum Ufer des Sees erspare ich mir, der Cotopaxi steckt mir noch in den Knochen. Oberhalb des Sees befinden sich Verkaufstände der Einheimischen, die dort ihre Tigua-Kunst anbieten. Ich erstehe ein kleines Ölgemälde und eine Alpakawollmütze.

 

ecua Meerschweinchen und Schaf

Spezialität: Gegrillte Meerschweinchen

Spezialität: Gegrillte Meerschweinchen

Zum Mittagessen gehen wir in das nahe liegende Dorf. Im kleinen Gemeinschaftsraum ist es kalt und zugig und ich ziehe mir eine ordentliche Erkältung zu. In der Mitte des Raumes steht ein mit Holz befeuerter Ofen, der aber den Raum nicht ausreichend beheizen kann.

Ein paar einheimische Mädels drücken sich um den Ofen rum und wärmen sich die Hände. Wir nehmen an einem langen Tisch platz und sind gespannt was es zu Essen gibt.

In einem Grill drehen sich kleine, bereits braun geröstete Tiere. Es sind Meerschweinchen, auf ecuadorianisch auch Cuyes genannt, unser Mittagessen. Für die Menschen hier ein Festessen. Dazu gibt es gekochte Kartoffeln und zusätzlich Schaffleisch. Mahlzeit!!

 

ecua Die Musikanten spielen auf

Zwischenzeitlich füllt sich der Raum mit weiteren Dorfbewohnern. An einer Wand drängeln sich junge Mädchen, eigentlich auch noch Kinder, mit eigenen Kindern auf dem Arm. Die Musiker treffen ein. Jetzt gibt es folkloristische Musik mit Flöten und Trommeln. Zur Belustigung der Dorfbewohner schwingen einige von uns mit Kindern, das Tanzbein. Mit einer Mütze sammle ich für die Musiker und Gastgeber ein kleines Trinkgeld ein und gebe es dem Chef der Kapelle, der sich dafür herzlich bedankt.

Wir verlassen das Dorf und fahren nach Baños. Es regnet wieder und es wird eine lange Fahrt. Am späten Nachmittag erreichen wir Baños, beziehen im Hostal Chimenea unsere Zimmer. Am Abend gehen wir noch etwas Essen und legen uns dann erschöpft und müde ins Bett.