5. Tag - 20.12.2010 • NP Cotopaxi

ecua Es geht zum Cotopaxi

Früh stehe ich auf. Noch vor dem Frühstück will ich mit Claudia den Sonnenaufgang und wenn es den auch klappt, mit dem Cotopaxi als Hintergrund, fotografieren. Dicker Nebel und Regen verwässern unser Vorhaben, wir brechen die Tour ab und gehen zurück zur Hacianda.

Ein opulentes Frühstück soll uns für den Tag stärken, denn es geht auf den Berg. So gegen 8:30 Uhr fahren wir zum Cotopaxi. Der Cotopaxi ist mit 5897 m der höchste noch aktive Vulkan der Welt.

 

ecua Beschwerlicher Aufstieg

Da muss geholfen werden

Da muss geholfen werden

Die Fahrt ist beschwerlich und wir müssen öfters aussteigen und teilweise auch das Fahrzeug schieben oder das ein oder andere Loch mit Steinen füllen. Chary, sie ist eine tolle Fahrerin, fährt uns bis auf eine Höhe von 4571 m, was mir mein Garmin Oregon 400t auf seinem Display anzeigt. Es beginnt zu schneien und wir machen uns im Schneegestöber auf den Weg. Die Luft ist dünn und das marschieren auf Lavaasche, gemischt mit viel Schnee, machen das Vorhaben nicht gerade zu einem Sonntagsspaziergang.

 

ecua Schneegestöber und dünne Luft

Aufstieg zum Cotopaxi

Aufstieg zum Cotopaxi

Der Aufstieg ist für mich eine Herausforderung. Ziel ist die Schutzhütte Refugio José Ribas in einer Höhe von 4885 m. Die etwa 300 Höhenmeter hören sich gar nicht so viel an, aber der Schnee und die dünne Luft setzen mir ordentlich zu. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Die jungen Leute ziehen an mir vorbei, ich befinde mich am Rand meiner Kräfte und denke ans Aufgeben. Im Schneegestöber sehe ich die Konturen der Hütte. Der Weg zieht sich und es sieht alles näher aus als es wirklich ist. Ich reiße mich zusammen und gebe nicht auf.

 

ecua Auf d' Hüttn

Schutzhütte Refugio José Ribas

Schutzhütte Refugio José Ribas

Völlig erschöpft erreiche ich die Hütte. Die Anderen sind schon da und sitzen entspannt in einer fröhlichen Runde. Schnell erhole ich mich und freue mich auf eine Tasse Tee, die vom Hüttenpersonal gekocht wird und auf das Käse- und Wurstbrot, was unser Eddy auch mit auf den Berg geschleppt hat.

 

 

ecua Der Abstieg

Nachdem wir uns erholt haben geht es zum Abstieg, der auch nicht ganz unbeschwerlich ist. Die Kniee müssen jetzt schon einiges aushalten, denn der Untergrund ist sehr rutschig und der Weg bzw. der Trampelpfad im dicken Schnee ist sehr steil.

 

ecua Zurück zur Hacienda

Wohlbehalten erreichen wir die Hacienda und lassen den Abend mit unseren Erlebnissen ausklingen.