Mittwoch, 15.05.2013 • 14. Tag, 13. Etappe - 36,4 Km

Burgos – Hontanas

camino Raus aus der Stadt

Am Morgen, so gegen 7.00 Uhr machte ich mich auf den Weg und verließ Burgos. Jacques war wie immer schon um einiges früher unterwegs, später traf ich ihn ihn dann wieder.

Ich war froh wieder über die Dörfer zu kommen. Als ich die Herberge verließ regnete es ordentlich. Also nochmal rein und alles wasserdicht verpacken. Es sah nicht so aus als wenn sich das in den nächsten Stunden ändern würde.

Der Himmel war bedeckt und ich versuchte den Camino, also die gelben Pfeile oder die stilisierte Jakobsmuschel durch Burgos zu finden. Ein netter Typ von der Stadtreinigung erklärte mir den Weg durch die Stadt. Verstanden habe ich fast garnichts, aber wenigstens so viel, dass ich immer am Fluss lang gehen soll. Das hat auch wirklich hingehauen.

Der Weg war endlos lang um aus der Stadt heraus zu kommen. Er schien kein Ende zu nehmen. Irgendwann nervte mich auch immer mehr der Regen. An Fotos zu machen war gar nicht zu denken und somit blieb die Kamera in der regensicheren Fototasche im Rucksack.

Es war kalt, so um die gefühlten 5° Grad C, außerdem pfiff der Wind die ganze Zeit stark von rechts. Das völlig durchnässte Hosenbein legte sich um meine rechte Wade, was natürlich keinen Wohlfühleffekt erzielte.

Irgendwann hörte es auf zu regnen und meine Klamotten begannen zu trocknen. Mein Ziel Hornillos de Camino ließ ich liegen und ging weiter bis Hontanas. Das sind etwa 32 Km.

camino Grausamer Weg

Schlammiger Weg

Schlammiger Weg

Der Weg war grausam! Total aufgeweicht vom Regen. Der Weg bestand aus einer einzigen dicken Pampe, die sich wie eine teigige Masse an die Schuhe heftete. Große Klumpen klebten an den Schuhen und der Untergrund war total schlüpfrig. Jetzt hier auszurutschen wäre der Supergau gewesen.

Der Hauptweg war kaum begehbar. Alle Pilger fluchten vor sich her und jeder versuchte in diesem Schlamm, den optimalsten Weg zu finden. Mittlerweile hatten sich die Schuhe um ein drittel, rein äußerlich, vergrößert. Auch das Gewicht hatte entsprechend zugenommen. Es war eine einzige Quälerei.

 

camino Hontanas

 Hontanas

Hontanas

Nach einem langen Trampel durch den Modder, erreichte ich Hontanas und entschied hier zu bleiben. Die Herberge Albergue El Puntido liegt direkt am Ortseingang. Auch hier sind schon viele Pilger eingekehrt. Aber Hauptsache eine warme Dusche und ein Bett für die Nacht.

Ein Pilgermenü gab es hier auch und am nächsten Morgen konnte ich hier auch frühstücken.