Sonntag, 26.05.2013 • 25. Tag, 24. Etappe - 32,4 Km

Villafranca del Bierzo – O Cebreiro

camino Aufbruch von Villafranca del Bierzo

Villafranca del Bierzo

Villafranca del Bierzo

Ich startete wieder sehr früh. Die Zeiger meiner Uhr standen auf 7.00 Uhr. Die ganze Stadt schien noch zu schlafen. Die einzigen Menschen auf der Straße waren die Pilger und Autos furen auch noch keine. In einer Bar, gegenüber der Herberge, hatte ich ein bescheidenes Frühstück, wie es in Spanien immer so Üblich ist. Ich freute mich auf den neuen Weg, der nicht gerade leicht zu gehen war.

Ich hatte mich entschlossen den „Camino Duro”, übersetzt „der harte Weg”, zu gehen. Gleich aus der Stadt raus, ging es auch schon ordentlich bergauf. Da musste der Körper erst einmal auf Betriebstemperatur gebracht werden.

Der reguläre Weg führt durch das Tal entlang einer Betonmauer, die zum Schutz installiert wurde. Die Beschreibung diesen Weges ließ mich die Entscheidung für den„Camino Duro” leicht fallen. Was sich im Nachhinein auch wirklich gelohnt hat.

Belohnt wurde diese Strapaze mit einem herrlichen Ausblick ins Tal. Von hier aus konnte man auch die Autobahn sehen, an der ich, statt diesem Weg, hätte lang laufen müssen. Der 2 Km längere Weg hatte mir sehr gut gefallen da auch das Wetter sehr schön war.

 

camino Weiter durch die Dörfer von 520 m auf 1300 m

Durch die Dörfer

Durch die Dörfer

Weiter ging es durch etliche Dörfer, wie Pereje, Trabadelo, Ambasmestas über Vega de Valcare nach Ruitelá und Herrerías, La Faba, Laguna de Castilla bis nach O Cebreiro. Dabei legte ich auch einiges an Höhenmeter zurück. Gestartet bei ca. 520 m in Villafranca del Bierzo bis auf 1300 m in El Cebreiro. Hier führt der Camino in die Region Galicien, die auf mich einen starken Eindruck hinterlassen hat.

 

camino Ankunft an der „Albergue do Cebreiro”

„Albergue do Cebreiro”

„Albergue do Cebreiro”

Nach diesem, doch sehr anstrengendem Weg kam ich gegen 13.30 Uhr in O Cebreiro an. Das Wetter zeigte sich hier oben so richtig von seiner kalten Seite. Der kalte Wind trieb Nebelschwaden durch den Ort. Es war richtig ungemütlich und ich sehnte mich nach einer warmen Dusche.

In der öffentlichen Herberge „Alberge O Cebreiro„ fand ich dann mein Unterkommen. Die Herberge war schon gut besetzt, so bekam ich dieses mal kein unteres Bett und musste mich mit der zweiten Etage zufrieden geben.

Hier vollzog ich, nachdem ich mein Bett klar gemacht hatte, die Übliche Prozedur. Duschen und Wäsche waschen. Ich beschränkte mich dieses mal nur auf die Unterwäsche, da es draußen viel zu kalt zum trocknen der Wäsche war.

Da ich von dem anstrengenden Weg völlig ausgelaugt war, legte ich mich für ein kleines Schläfchen aufs Bett. Trotz des Geräuschpegels in diesem großen Schnarchsaal, bin ich schnell eingeschlafen.

 

camino O Cebreiro

O Cebreiro

O Cebreiro

Als ich etwas ausgeruht war bin ich durch den kalten und ungemütlichen Ort gelaufen. Habe mir die eigentümlichen Häuser und die kleine Kirche angeschaut. Mittlerweile befanden sich hier jede Menge Touristen, die mit Bussen hier her gekarrt wurden.

Als sich dann mein Magen meldete, bin ich etwas Essen gegangen. Ich bestellte eine galicische Suppe und ein Glas galicischen Wein dazu. Dann verbrachte ich die Zeit mit Tagebuchschreiben und der Vorbereitung auf die nächste Etappe.